Institutionelles Schutzkonzept (Präventionskonzept) des katholischen Kirchengemeindeverbandes Grevenbroich-Niedererft und seiner Einrichtungen

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In unserer Pfarreiengemeinschaft findet in vielen verschiedenen Fassetten Arbeit mit Kindern und Jugendlichen statt. So gibt es in unserer Pfarreiengemeinschaft fünf KiTas. Neben einer intensiven Messdienerarbeit, der Kommunion- und Firmkatechese und einer Kleinen Offenen Tür (KOT) in St. Clemens, gibt es in jeder Gemeinde Kinderchorgruppen und in St. Clemens einen Jugendchor (Regenbogenchor). Außerdem gibt es diverse Angebote, bei denen für kurze Zeit oder gelegentlich Kontakt mit Kindern besteht wie Sternsingeraktionen, Pfarrfeste, Katholische Pfarrbüchereien, Kindergottesdienste und ein Familienbesinnungswochenende.


Das Präventionskonzept soll auf die Risiken in den verschiedenen Bereichen aufmerksam machen und die Achtsamkeit der Mitarbeiter fördern. Außerdem sollen verbindliche Strukturen und Regeln zur Prävention von sexuellem Missbrauch geschaffen werden.


Nach einer umfassenden Risikoanalyse unter Einbeziehung aller Gruppen wurde das Schutzkonzept der Pfarreiengemeinschaft für die Gruppierungen, die Einrichtungen und die Kindertagesstätten erarbeitet.

 

Institutionelles Schutzkonzept


Das Schutzkonzept basiert auf einer Kultur der Achtsamkeit gegenüber Kindern, Jugendlichen und sonstigen Schutzbefohlenen in unseren Pfarreien, die durch zahlreiche Bausteine, wie im Bild dargestellt, verstärkt und begleitet werden soll.

Bereits bei der Auswahl haupt- und ehrenamtlicher MitarbeiterInnen wird durch die Anforderung eines erweiterten Führungszeugnisses und die Verpflichtung zum Verhaltenskodex  dieses wertschätzende und auf Respekt basierende Modell des Miteinander vorausgesetzt. Durch begleitende Schulungen und angemessene Sensibilisierung abhängig vom Einsatzgebiet werden die Mitarbeitenden unterstützt und auf Ihre hiermit verbundenen Aufgaben ausgebildet.

Beschwerdewege

Klare und nachvollziehbare Beschwerdewege sind notwendiger Bestandteil des Konzeptes. Diese sind im Präventionskonzept umfassend dargestellt. Innerhalb der einzelnen Gruppierungen stehen Ihnen Ansprechpartner bereit. Zentraler Ansprechpartner für unsere Pfarreiengemeinschaft ist die Präventionsfachkraft:

Maria Albini
Kurze Str. 41, 41516 Grevenbroich
E-Mail: maria.albini@pg-niedererft.de
Tel: 02182/ 5708434


Selbstverständlich stehen Ihnen auch unsere Seelsorger und die Leiterinnen der Kitas und als insoweit erfahrene Fachkraft die Leiterin der KiTa St. Clemens II

Marliese Rösgen
Josef-Thienen-Str. 61, 41516 Grevenbroich
E-Mail: kita.stclemenskapellen@t-online.de
Tel: 02182/ 10131


als Gesprächspartner zur Verfügung, Nachhaltige Aufarbeitung und Qualitätsmanagement Das Schutzkonzept lebt durch die Erfahrungen, die wir mit ihm machen. Deshalb ist die regelmäßige Überprüfung im Falle von Vorkommnissen, aber auch die standardmäßige Überprüfung nach mehreren Jahren vorgesehen und notwendig, damit eine glaubwürdige und effektive Umsetzung des Konzeptes erreicht wird. Hierfür erbitten wir auch
Ihre Mitarbeit. Wenn Ihnen etwas auffällt, das in

unserem Konzept zu verbessern ist oder fehlt, freuen wir uns auf Ihre Anregungen und Hinweise. Viel wichtiger ist aber: SEIEN SIE ACHTSAM!

Informieren Sie uns, wenn Ihnen ein Übergriff bekannt wird oder Sie einen Verdacht haben. Wir werden abhängig von der Situation alle Wege beschreiten, um angemessen und im Interesse der Betroffenen zu handeln.
Wer sich lieber an eine externe Stelle wenden möchte, dem stehen diverse kirchliche, staatliche oder freie Ansprechpartner und Beratungsstellen zur Verfügung:


Ansprechpartner beim Erzbistum Köln:
Stabsstelle Intervention:

Oliver Vogt, Interventionsbeauftragter,
Tel: 0221 1642 1821


Hildegard Arz, Tel: 01520 1642 234
Jürgen Dohmen, Rechtsanwalt; Tel: 01520 1642-126
Dr. rer. med. Emil G. Naumann, Diplom-Psychologe,
Diplom-Pädagoge; Tel: 01520 1642 394


Katholische Jugendagentur Düsseldorf, Tel: 0211 31063615
Bundesweites Hilfetelefon sexueller Missbrauch: Tel: 0800 2255530


Weitere Ansprechpartner und das vollständige Konzept finden Sie unter www.pfarreiengemeinschaft-niedererft.de/schutzkonzept

Weitere Informationen unter: www.hilfeportal-missbrauch.de

 

Verhaltenskodex für alle ehrenamtlich Tätigen der Kirche in Grevenbroich und Rommerskirchen

• Grenzen und Bedürfnisse des Gegenübers müssen beachtet und respektiert werden. Ich setze eigene Grenzen, wo sie notwendig sind.

• Ich kenne meine eigene Rolle und meine Funktion und verhalte mich entsprechend.

• Spiele, Methoden, Aktionen und Übungen werden so gestaltet, dass Kinder und Jugendliche physisch und psychisch nicht überfordert werden.

• Ich erzwinge keinen Körperkontakt.

• Unerwünschte Berührungen sind nicht erlaubt, insbesondere in Verbindung mit dem Versprechen einer Belohnung oder Androhung von Strafe.

• Notwendiger Körperkontakt wie z.B. Trost, Erste Hilfe und Pflege muss auf das Notwendige beschränkt werden.

• Schutzbefohlene dürfen in unbekleidetem Zustand weder beobachtet, fotografiert noch gefilmt werden.

• Jeder darf seine Intimsphäre selber bestimmen und ich achte darauf.

• Die Zimmer/ Zelte sind als Privatsphäre zu respektieren.

• Die individuellen Empfindungen zu Nähe und Distanz nehme ich wahr und an.

• Jede Form persönlicher Interaktion und Kommunikation muss durch Wertschätzung geprägt sein. Ich achte auf Freundlichkeit bei Intonation, Gestik und Lautstärke.

• Sexualisierte Sprache, das Benutzen von anzüglichen Kosenamen oder herabsetzenden Spitznamen ist tabu. Ebenso werden keine abfälligen Bemerkungen oder Bloßstellungen geduldet, auch nicht unter den Kindern und Jugendlichen.

• In der Gruppe gehe ich diskret mit intimen oder körperlichen Themen um.

• Der Einsatz von sozialen Netzwerken ist ein übliches Mittel, um Kontakt zu halten, zu informieren und zu kommunizieren. Ich teile/ kommuniziere hier respektvoll, distanziert und vorbildlich.

• Ich mache Gruppenregeln, Konsequenzen und Autorität transparent.

• Konsequenzen müssen im direkten Bezug zu einem Regelverstoß stehen, angemessen und nicht demütigend sein.

• Geschenke müssen transparent vergeben werden, der finanzielle Rahmen sollte angemessen niedrig sein, sie müssen abgelehnt werden können und dürfen nicht an private Gegenleistungen geknüpft sein.

• An Veranstaltungen und Reisen sollen ausreichend Verantwortliche teilnehmen. Setzt sich die Gruppe aus beiderlei Geschlecht zusammen, soll sich dies bei Übernachtungen in der Gruppe der Begleitpersonen widerspiegeln.

• Ich werde das Recht der mir anvertrauten Schutzbefohlenen auf körperliche Unversehrtheit achten und keine Form der Gewalt – sei sie physischer, psychischer oder sexualisierter Art – ausüben.


Diese Punkte erkenne ich,


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(Name)


als wichtig, notwendig und unumstößlich in der Arbeit mit den mir anvertrauten Kindern und Jugendlichen an.


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(Ort, Datum, Unterschrift)